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Hochsommer beim Fischerfestlauf

Die sechste Auflage des Gernsheimer Fischerfestlaufs war erneut ein voller Erfolg. 572 Teilnehmer standen heuer in den Startlisten und bescherten damit den Organisatoren des TSV Gernsheim und des Rheinischen Fischerfestes zugleich einen neuen Melderekord. Bei den Athleten floss der Schweiß unterdessen in Strömen. Bei hochsommerlichen Temperaturen jenseits der dreißig Gradmarke war das Rennen durch die Schöfferstadt am Samstagnachmittag für die Sportler erneut eine besondere Herausforderung.

 
 Unterstützt wurden die Läuferinnen und Läufer in Gernsheim jedoch einmal mehr von zahlreichen Zuschauern, die vor allem den viermal zu absolvierenden Rundkurs in der Innenstadt säumten. Auf Biertischgarnituren und Campingmobilar hatten diese es sich in der Magdalenenstraße am Streckenrand bequem gemacht und sparten nicht mit Applaus als die Läuferschar vorbeieilte. Gerne nahmen etliche Läufer zudem die erfrischende Dusche mit dem Gartenschlauch an. Mancher Teilnehmer blieb sogar für wenige Sekunden stehen um das erhitzte Haupt zu kühlen und reckte den Kopf unter den Wasserstrahl. Viel zu tun hatten derweil die Helfer an der Verpflegungsstelle am Rathaus. Im Akkord wurden hier beidseits der Strecke Wasserbecher an die Athleten des 10-km-Hauptlaufs gereicht.

Während es in den Vorjahren schon so manch spannedes Duell um den Gesamtsieg des 10-km-Rennens gab, war am Samstag die Vorentscheidung bereits früh gefallen. Schon auf den ersten Kilometern in Richtung Innenstadt war Triathlet Dieter Metz vom StartNet-Team DSW Darmstadt dem Läuferfeld deutlich enteilt. Am Ende der vier Schleifen im Zentrum der Schöfferstadt hatte Metz gut eine Minute Vorsprung auf seine Verfolger. Der Sieg war ihm damit nicht mehr zu nehmen. Dennoch lief der Athlet der Altersklasse M40 erst als Zweiter ins Ziel. Wenige Sekunden zuvor war Thomas Wagner vom Laufwerk Gelnhausen über die Aschenbahn des Rheinstadions gen Ziel gespurtet. Doch der Fauxpas war schnell aufgeklärt: Wagner war schlicht eine Runde zu wenig gelaufen. Metz also doch der tatsächliche Sieger.

Zweiter im Gesamtklassement wurde der Crumstädter Jürgen Zehnder, der heuer für das „Team Hildegardis Apotheke“ unterwegs war und in 36:39 Minuten zugleich die Konkurrenz der M35 gewann. Omar Hamdaoui (Lang-Lauf Jugenheim) vervollständige als M30-Sieger in 36:59 Minuten das Siegerpodium. „Puh, war das heute anstrengend bei dem schwülen Wetter“, stöhnte der Treburer Heiko Schmitt kurz nach dem Überqueren der Ziellinie. Dennoch konnte sich Schmitt in 39:27 Minuten über den Altersklassensieg in der M45 freuen. Vereins- und Trainingskollege Bernd Korth setzte sich derweil in der Wertung der Senioren M50 in 39:13 Minuten durch.

Zu einem spannenden Zielspurt kam es indes im Frauenfeld. Irene Bell von der LG Bad-Soden Neuenhain und Marion Peters-Karbstein vom Lauftreff Egelsbach lagen bevor sie auf die Aschenbahn des Rheinstadions einbogen gleichauf. Am Ende setzte sich Bell mit drei Sekunden Vorsprung gegen ihre Kontrahentin in 44:16 Minuten durch. Gewonnen haben sie allerdings beide: Irene Bell sicherte sich neben dem Gesamtsieg auch Platz eins in der Wertung der W40. Marion Peters-Karbstein nahm den Sieg in der Altersklasse W45 in 44:19 Minuten mit nach Hause. Langstreckenspezialistin Karin Risch von der LG BEC beeindruckte in 44:52 und W60-Siegerin auf Rang drei der Gesamtwertung.

(Raphael Schmitt - leichtathletikweb.de)

 

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